Hallo!
Willkommen auf der Homepage
der Jugendvertreter in Backnang!
Backnang
& Kreis 21.04.2012
Public
Viewing ist für die Stadt zu teuer
Jugendvertreter
zeigen Verständnis für finanzielle
Situation
Öffentliches
Fußballgucken, sogenanntes Public Viewing,
wird es in Backnang bei der Fußball-Europameisterschaft
(EM) im Sommer nicht geben. Zu teuer, ist
man sich bei der Stadt weitgehend einig. Selbst
die Jugendvertreter, die diese Idee aufs Tapet
gebracht hatten, zeigen jetzt Verständnis.
BACKNANG
(rf). Es waren Markus Schildknecht und Viktor
Andreas, die sich in den vergangenen Wochen
immer mal wieder für ein Public Viewing
im Stiftshof starkgemacht hatten. Schließlich
war’s so schön bei der Weltmeisterschaft
(WM) vor sechs Jahren, dem Sommermärchen
2006. Auch bei der EM 2008 und bei der WM
2010 durfte in Backnangs Keimzelle gemeinsam
der Fußballleidenschaft gefrönt
werden. Allerdings war bei den Veranstaltungen
nach 2006 die Luft zwar nicht raus, aber Besucherzahlen
und Umsatz sanken.
Eventmanager
Jürgen M. Häfner machte dies am
Donnerstagabend im gemeinderätlichen
Verwaltungs- und Finanzausschuss anhand weniger
Zahlen deutlich: Anno 2006 waren auf dem Stiftshof
230 Hektoliter Bier verkauft worden, vier
Jahre später waren es nur noch 38 Hektoliter.
Vergleichbar der Rückgang bei anderen
Getränken. Bei einer neuerlichen Veranstaltung
wäre der Abmangel entsprechend groß,
weil kein Gastronom mehr die rechnerisch notwendige
Pacht zahlen würde; die belief sich 2006
auf stolze 150000 Euro. Zwar sind die Besucherzahlen
nicht so stark zurückgegangen wie der
Getränkekonsum, doch es handelt sich
zwischenzeitlich um ein anderes, um ein jüngeres
Publikum, hat Häfner registriert. Um
Leute, die eben weniger konsumieren.
Volle
vier Wochen Übertragung im Stiftshof
oder nur die letzten drei Spiele? Die Idee,
sämtliche Begegnungen zu zeigen, war
für Stadtverwaltung und Stadträte
rasch abgehakt, schließlich hätte
die Kommune hierfür um die 55000 Euro
lockermachen müssen, ohne Sponsorengelder
sogar mindestens 75000 Euro.
Also
nur die beiden Halbfinale und das Endspiel?
Hier wäre die Stadt (eventuelle Sponsorengelder
bereits abgezogen) mit 30000 Euro dabei.
„Ich
halte das schlicht für zu teuer“,
bezog OB Dr. Frank Nopper gleich vorneweg
klare Position. Die Ratsmehrheit sah’s
ebenso. „Wegen der vielen Aufgaben“,
die Backnang noch zu erledigen hat, sagte
etwa Dr. Ute Ulfert (CDU). Und selbst Schildknecht
und Andreas zeigten mit Blick auf die finanzielle
Situation der Stadt für die Entscheidung
„volles Verständnis“.
Nichts
wird’s auch mit Public Viewing auf dem
Gelände eines Einkaufsmarktes in der
Sulzbacher Straße. Dessen Verantwortliche
waren ebenfalls von Kosten für Übertragung
(15000 Euro für eine Bildfläche
für drei Spiele) und für die Sicherheit
abgeschreckt worden, ließ sich Dorothee
Winter (BfB) informieren. Dass wenigstens
einige Gastronomen die Spiele übertragen,
daran glaubt Siglinde Lohrmann (SPD). Die
dürften mit diesem Ratsbeschluss „ganz
glücklich“ sein.
|