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Eure Jugendvertretung für Backnang

Backnanger Kreiszeitung vom 04.01.2017

An Ideen mangelt es den beiden nicht

Die neuen Jugendvertreter Luca Weik und Maksim Benenson wollen für die Interessen der jungen Backnanger kämpfen

Die neu gewählten Jugendvertreter Luca Weik und Maksim Benenson haben in ihrer Amtszeit einiges vor: Freies WLAN, einen Outdoor-Fitnessparcours, ein aufregenderes Nachtleben sind nur einige ihrer Ideen. Zwei Jahre lang verleihen die beiden nun der Backnanger Jugend eine Stimme im Gemeinderat. Betreut werden sie während dieser Zeit vom Stadtjugendring.

Auf der Suche nach freiem WLAN in Backnang: Die neuen Jugendvertreter Maksim Benenson (links) und Luca Weik (rechts). Foto: E. Layher

Von Sarah Schwellinger

BACKNANG. Sie vertreten die Backnanger Jugend im Sozialausschusses des Gemeinderats. Luca Weik und Maksim Benenson wurden Ende November von der Jugend zum Sprachrohr gewählt, im Februar werden sie dann bei ihrer ersten Gemeinderatssitzung offiziell in ihr Amt eingeführt. Beide wurden von anderen angesprochen, ob sie nicht Lust hätten, sich auf das Amt zu bewerben. Luca von Leitern im Jugendhaus, wo er aktiv Breakdance macht und Maksim in der Schule. Denn er ist Schulsprecher an der Max-Eyth-Realschule und engagiert sich schon länger in der SPD. Politik ist für ihn also kein Fremdwort und er weiß, dass Politik auch einiges an Überzeugungsarbeit und Absprachen bedeutet. Beiden gefiel die Idee, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren, und so bewarben sich auf das Amt. Luca bekam 133 Stimmen, Maksim 127.

Gegen den Stillstand und für die Entwicklung einer modernen Stadt

An Ideen, wie sie die Jugend mit ins Stadtleben einbringen können, mangelt es den beiden nicht. Ganz oben auf ihrer Liste steht das freie WLAN. „Die Pläne gab es schon, nur gerieten die in Vergessenheit und scheinen seitdem beerdigt zu sein“, sagt Maksim. Der 17-Jährige hat aber auch die Fitness der Jugend im Hinterkopf. Er könnte sich vorstellen, im Plattenwald einen Outdoor-Fitnessparcours entstehen zu lassen, dort, wo heute nur ein einziges Fitnessgerüst steht. „Das gibt es schon in vielen Städten und im Plattenwald wäre auch genügend Platz.“

Luca Weik, der im dritten Semester Maschinenbau studiert, möchte den Festplatz in Strümpfelbach mehr nutzen. „Ich wohne fast gegenüber und allzu viel ist da nicht los. Man könnte dort doch mehr Konzerte veranstalten, regionale Bands holen.“ Auch das Angebot für Jugendliche nach städtischen Veranstaltungen wie dem Straßenfest will Luca vergrößern. Der Felsenkeller sei eine coole Location. Dort wünscht er sich mehr Veranstaltungen. Damit alle danach nach Hause kommen, fehle es an Ruftaxis: „Viele Jugendliche haben Probleme, nachts nach Hause zu kommen, vor allem, wenn sie in die Backnanger Teilorte müssen.“ Ganz persönlich liegt Luca ein Anliegen am Herzen: Sein Sport nämlich. Er ist begeisterter Breakdancer und würde die Sportart gerne publik machen.

Durch ihr Engagement an der Schule oder bei ihren Hobbys bleiben die beiden Jugendvertreter immer im Austausch mit anderen Jugendlichen. Maksim wird in der Schule oft von anderen Schülern angesprochen, Luca ist regelmäßig im Treffpunkt 44 zum Training und gibt Nachhilfe. „Ich freue mich, wenn Ideen und auch Kritik von anderen kommen“, so der 18-Jährige. Zudem soll es in naher Zukunft ein Treffen geben, bei dem sich alle Vereine des Stadtjugendrings vorstellen und auch die Jugendvertreter stehen dann Rede und Antwort.

Sie haben vor, sich im Gemeinderat aktiv an allen Diskussionen zu beteiligen, nicht nur an jenen, die die Jugend direkt betreffen. „Wir wollen uns äußern und mitreden – bei allen Angelegenheiten. Wir wollen uns gegen den Stillstand einer modernen Stadt einsetzen, denn die Stadt gehört irgendwann den Jugendlichen“, sagt Maksim Benenson. Auch Luca Weik stimmt zu: „Wir repräsentieren die Jugend in allen Bereichen.“ Einmal im Monat treffen sich Maksim und Luca mit den stellvertretenden Jugendvertretern Emre Demir und Juliana Eusebi, um sich über Themen, Projekte und Anliegen auszutauschen. „Wir müssen immer auf dem Laufenden bleiben“, so Maksim. Mit ihren Vorgängern Jana Gilke und Markus Schildknecht stehen Maksim und Luca in gutem Kontakt und wollen sich noch Tipps für eine erfolgreiche Arbeit als Jugendvertreter holen.

Luca begrenzt seine Zeit in der Politik vorerst auf die nächsten zwei Jahre als Jugendvertreter. Denn zuerst will er sein Studium beenden und so lange wird er noch in Backnang bleiben. Was danach kommt, ist für ihn im Moment noch schwer absehbar. Maksim hat den Wunsch, in der Politik zu bleiben. Ob er dann vielleicht mal die Nachfolge von Oberbürgermeister Frank Nopper antreten will? „Welcher Posten später was für mich ist, kann ich jetzt noch nicht beurteilen“, sagt er ganz bescheiden.